Warum eigentlich Schawespatzen?

Kindertagesstätte Jena mit Duplo-Spielzeug

Seit Februar 2007 gibt es die Schawespatzen nun schon und ich betreue bis zu 5 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren in Tagespflege.

Bevor die Kindertagesstätte Schawespatzen ihre Türen öffnete, arbeitete ich eine lange Zeit als „Staatlich anerkannte Erzieherin“ in Kindergärten, Kinderkrippen und Kindertagesstätten in Jena.

 

Eure Sabine Wenig

Leiterin der Schawespatzen


Konzept

Eingewöhnung

Schwerpunkte der Betreuung liegen am Anfang in der Eingewöhnungsphase der Kinder in die neue Umgebung.
Sie erfahren Geborgenheit und Liebe, um sich sicher in einem fremden Umfeld zurechtzufinden. Die Eingewöhnung erfolgt nach dem „Berliner Modell“, d.h., die Eingewöhnung beginnt ca. 4 Wochen vor Beginn der geplanten Betreuung für jeweils 2-3 mal in der Woche. Die erste Woche besuchen die Kinder gemeinsam mit den Eltern für eine Stunde unsere Kindergruppe in der Zeit von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr (individuell auch anders planbar). Das Kind beobachtet in Nähe der Bezugsperson das Spielgeschehen der anderen Kinder und lernt die neue Umgebung kennen. In den darauffolgenden Wochen steigert sich das Tageszeitvolumen des Besuchs mit der Option, dass sich die Eltern zeitweise entfernen können. Ende der 3. Woche nehmen die Kinder gemeinsam mit den Eltern die Mittagsmahlzeit ein. Am Ende der 4. Woche machen die Kinder ihren ersten Mittagsschlaf bei uns, wobei die Eltern gleich im Anschluss ihr Kind in Empfang nehmen.

Pädagogische Arbeit

In Anlehnung an den Thüringer Bildungsplan erfahren die Kinder im gesamten Tagesablauf (Bsp.: beim Spiel und beim gemeinsamen Einnehmen der Mahlzeiten) verschiedene Bildungsbereiche wie:

 

Sprachliche und schriftsprachliche Bildung
Zeigen und Benennen von Gegenständen und Tätigkeiten, Betrachten von Büchern, Kommunikation der Kinder untereinander in verbaler und nonverbaler Form

 

Motorische und gesundheitliche Bildung
- Erlernen von grobmotorischen und feinmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten in unterschiedlichen Situationen, Bsp.: das Erlernen des Fädelns von Beginn an mit Steckpyramide bis hin zum Fädeln mit Perlen

 

Naturwissenschaftliche und technische Bildung
- Kennen lernen der Umwelt mit den verschiedenen Jahreszeiten im Einklang mit dem Verhalten von Mensch, Tier und Natur

 

Mathematische Bildung
- Erkennen und unterscheiden von Gegensätzen wie groß-klein, viel-wenig und dick-dünn etc. im Alltagsgeschehen

 

Musikalische Bildung
- Erkennen und bewusstes Wahrnehmen unterschiedlicher Rhythmik
- Musik als etwas Schönes empfinden
- Ausprobieren verschiedener Klangtechniken

 

Künstlerisch gestaltende Bildung
- Freude über eigenständiges Gestalten erfahren
- Dabei individuelle Möglichkeiten des Kindes nutzen und je nach Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten die Kreativität mit den unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

 

Soziokulturelle, moralische und religiöse Bildung
- Personale Identität = wer bin ich
- Soziale Identität = Umwelt und ich
- Im Prozess der Interaktion entwickeln Kinder Verantwortung für sich selbst und für andere
- Wertschätzung und Einsicht in Regeln und Normen, wenn sie in subjektiv sinnvollen Zusammenhängen erworben werden

 

Hervorzuheben ist hierbei die Beständigkeit der Bezugsperson, d.h. es findet kein ständiger Wechsel der Personen statt, die ihr Kind betreuen.
Sie erfahren Anregung und Motivation, die geeignet sind, um die kognitiven, motorischen, emotionalen und sozialen Bereiche jedes einzelnen Kindes individuell zu fördern. Im Vordergrund steht für das Kind, sich selbst zu entdecken, zu erkennen und zu verstehen. Ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist, den Prozess der Ich-Findung des Kindes zu unterstützen und die kindliche Individualität, Originalität und Kreativität zu bestärken.
Im Sinne einer so verstandenen ganzheitlichen Persönlichkeitserziehung entwickelt sich ein grundlegendes positives Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Wenn ein Kind sich bejaht und geliebt fühlt, werden seine vielfältigen menschlichen Grundfähigkeiten zur Entfaltung kommen, wie zuhören können, mitzufühlen, zu staunen und sich freuen zu können, Grundneugier zu entwickeln, traurig zu sein, sich trösten zu lassen, anderen zu vertrauen, sich beschenken zu lassen, Konflikte zu lösen, Kompromisse zu akzeptieren und verzeihen zu können.

Ernährung

Die Kinder bringen ihr Frühstück und eine kleine Nachmittagsmahlzeit von zu Hause mit.
Das Mittagessen wird von der Firma „Rastenberger Fertig- und Frischemenü" aus Rastenberg geliefert.
Sie bietet eine optimale Auswahl an altersgerechten und gesunden Mahlzeiten an. Besonderen Wert lege ich auf eine Fischmahlzeit in der Woche.
Obst und Gemüse, welches ebenfalls die Eltern mitbringen, wird über den gesamten Tag angeboten.
Getränke werden in Form von Tee, Milch, Kakao, Fruchtschorlen oder Mineralwasser angeboten.

Tagesablauf

Der Tag beginnt mit der individuellen Begrüßung in der Gruppe und mit dem freien Spiel.
Nach dem Frühstück um 8.30 Uhr geht es weiter mit situationsbedingten und individuellen Aktionen in den verschiedenen Bildungsbereichen.
Je nach Wetterverhältnissen gehen wir 9.30 Uhr bzw. 10.00 Uhr an die frische Luft. Entweder machen wir einen kleinen Spaziergang in unsere Umgebung, oder wir spielen ausgiebig in unserem Garten.
Gegen 11.00 Uhr machen wir uns auf den Heimweg.
11.30 Uhr nehmen wir unsere gemeinsame Mittagsmahlzeit ein.
Die Einnahme der Mahlzeiten möchte ich als Genuss vermitteln und Zeit füreinander haben.
Am Tisch darf ruhig und angemessen erzählt werden.
Nach der Toilette und dem Zähneputzen gehen die Kinder schlafen. Die Kinder schlafen zum größten Teil mit geöffnetem Fenster. Jedes Kind hat die Möglichkeit auszuschlafen.
Nach dieser Ruhepause und unserer Nachmittagsmahlzeit spielen die Kinder je nach Wetterlage jetzt drinnen oder draußen miteinander.
Die Öffnungszeiten sind im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben flexibel je nach dem Bedarf der Eltern gerichtet.